Curriculum zur Berufswahlorientierung (BWO) für die Jahrgangsstufen 5 bis 10

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Rahmenbedingungen

Die St. Jacobus-Schule ist eine kooperative Sekundarschule in der Trägerschaft der Ev. Kirche von Westfalen. Sie befindet sich in der Stadt Breckerfeld, wobei sich ihr Einzugsgebiet jdeoch bis nach Ennepetal, Hagen und Schlaksmühle ausdehnt.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 ist sie im Aufbau, der mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 abgeschlossen sein wird.

Ab dem Jahrgang 7 erfolgt eine Zuordung der Schülerinnen und Schüler in die Bildungsgänge Hauptschule, Realschule und Gymnasium.

Als inklusive Schule gibt es auch mehrere Klassen, in denen Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet werden.

Vorbemerkungen

Die vorliegenden Ausführungen begründen sich in Entscheidungen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Berufs- und Studienorientierung.
„Im Bereich der schulischen Berufs- und Studienorientierung gibt es an vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen bereits eine Vielzahl von guten Aktivitäten und Konzepten, um die berufliche Orientierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nachhaltig zu unterstützen.
Das neue Gesamtsystem der Berufs- und Studienorientierung überführt diese guten Ansätze in ein flächendeckende, verbindliche, nachhaltige, transparente und geschlechtersensible Gesamtsystem als ein Handlungsfeld des neuen Übergangssystems Schule-Beruf in NRW (NÜS).
Eine frühzeitige und kontinuierliche schulische Berufs- und Studienorientierung befähigt Schülerinnen und Schüler, in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Anschlussperspektive zu entwickeln.
Der schulische Berufs- und Studienorientierungsprozess zielt darauf hin, Schülerinnen und Schülern frühzeitig und systematisch zu ermöglichen,
- ihre Potenziale und Neigungen zu erkennen,
- Berufsfelder sowie Bildungs- und Ausbildungswege im Übergang von der Schule in ein Studium bzw. in eine Duale Ausbildung kennen zu lernen,
- ihre Fähigkeiten in Berufen praktisch zu erproben,
- ihre Anschlusswege zielgerichtet vorzubereiten und zu gestalten.
Damit sollen alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen in die Lage versetzt werden, eine eigenverantwortliche und selbst bestimmte Berufswahlentscheidung zu treffen, um ihre berufliche Existenz aufbauen zu können.“

Folgerungen

Als Schule in der Trägerschaft der Ev. Kirche von Westfalen fühlen wir uns diesen Forderungen in besonderer Weise verpflichtet, was für uns konkret bedeutet:
1. BWO ist ein notwendiger, geforderter und besonders lebendiger Teil unserer schulischen Arbeit.

2. BWO kann nicht von Einzelpersonen getragen werden und erfordert den Einsatz/die Mithilfe aller Lehrkräfte der Schule.

3. BWO muss ein kontinuierlicher Teil unserer schulischen Arbeit von der Klasse 5 bis zur Klasse 10 sein, denn Erfahrungen zeigen, dass ein komprimierter Einstieg in diesen Themenbereich erst in höheren Jahrgangsstufen als zu spät angesehen werden kann. Schülerinnen, Schüler und Eltern sind dann mit der Fülle der Informationen schnell überfordert. Außerdem ermöglicht ein frühzeitiger Einstieg in die Thematik u. U. auch leichtere Einsichten in die Notwendigkeit des Lernens (= bessere Noten zu erhalten), da man bestimmte eigene Ziele rechtzeitiger erkennt.

4. Die BWO-Schwerpunkte der Jahrgangsstufen 5 bis 10 und deren jeweilige Durchführung werden in der ersten Schulwoche in der Gesamtkonferenz oder den Klassenteams koordiniert und terminlich eingeordnet. Wichtig ist, dass die jeweils unterrichtenden LehrerInnen anwesend sind, um für alle Beteiligten Transparenz zu schaffen.

5. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten mit Beginn der Jahrgangsstufe 5 als Portfolioinstrument den BWO-Ordner, der speziell für die St. Jacobus-Schule entwickelt wurde. Dieser enthält wesentliche, für die einzelnen Jahrgangsstufen 5 bis 8 konzipierte Formblätter, die jeweils zu Beginn eines neuen Schuljahres individualisiert ausgegeben werden. Der korrekte Umgang mit diesem Ordner wird durch Klassen- oder FachlehrerInnen bereits in den ersten Schulwochen erläutert und trainiert. Die Jahrgangsstufen 9 und 10 ordnen hier z.B. Praktikumsberichte, den Bewerbungs-fahrplan sowie ihre Bewerbungsunterlagen (als Vorlage) ein.

6. In der Jahrgangsstufe 5 und 6 gibt es an unserer Schule für alle Schülerinnen und Schüler bereits das einstündige Fach „Arbeitslehre I“, das ergänzend zum Fach „Arbeitslehre II“ (ab Klasse 6 nur für Schülerinnen und Schüler, die dort nicht Französisch wählen), angeboten wird. Als inhaltliche Schwerpunkte der Arbeitslehrestunde I in den Jahrgangsstufen 5 und 6 sind auch Formen des selbst gesteuerten Lernens, kooperative Arbeitsformen und erste Einblicke in die Berufswelt festgeschrieben, um die Berufswahlorientierung durch methodische Grundkenntnisse und erste Erfahrungen in diesem Bereich zu fundieren (s. hierzu „Konzept Arbeitslehre I für die Jahrgangsstufen 5 und 6).

7. Besondere Berufseinstiegsbegleitung erhalten Schülerinnen und Schüler des Hauptschulbildungsganges und diejenigen mit besonderem Unterstützungsbedarf:
a) Im Bildungsgang Hauptschule wird im 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe 7 eine BWO-Stunde angeboten, die die in den Jahrgangsstufen 5 und 6 angesprochenen Inhalte der AL 1 Stunde vertieft.
b) Ein einjähriges Sozialpraktikum zur Stärkung sozialer Kompetenzen findet einmal in der Woche in der Jahrgangsstufe 8 statt.
c) In der Jahrgangsstufe 9 und 10 gibt zwei BWO-Stunden, in denen die Schülerinnen und Schüler des Hauptschulbildungsganges in besonderer Weise auf ihre Berufswahl vorbereitet und bei ihrem Berufseinstieg begleitet und unterstützt werden.
d) Außerdem gibt es für die Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsganges ab der Jahrgangsstufe 9 eine Erweiterung des Praktikumsangebotes und mehr Möglichkeiten, Informationsveranstaltungen zu besuchen.
e) Darüber hinaus findet ab Ende der Jahrgangsstufe 8 für Schülerinnen und Schüler eine besondere Betreuung durch die zuständige Reha-Beraterin der Agentur für Arbeit statt.

Kontakt

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Wahnscheider Straße 13-15

58339 Breckerfeld

Tel.: 02338-518

Fax: 02338-379877

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